Liebe und Sexualität sind laut dem Philosophen Richard David Precht zwei Dinge, die sich in unserem Gehirn flüchtig auf dem Hausflur begegnen und damit keine Dinge, die von Natur aus besonders gut aufeinander abgestimmt sind. Dies zu bestätigen scheint nicht schwer, denn wir alle kennen doch die Beziehungsprobleme mit denen wir uns regelmäßig auseinandersetzen müssen. So müsste ich mich, wenn dies anders wäre, zu demjenigen, den ich am meisten Liebe, auch am stärksten sexuell hingezogen fühlen. Das dem nicht so ist, können wahrscheinlich viele bestätigen oder zumindest die Tatsache, nicht in jeder Lebenssituation immer nur an den eigenen Partner zu denken. So scheint es kaum möglich, nicht auch anderweitig sexuelle Gelüste zu entwickeln. Ist der Mensch also nicht für die Monogamie bestimmt? Wenn man ehrlich ist, müsste man diese Frage wohl mit nein beantworten. Biologisch gesehen ist der Mensch nicht für diese bestimmt. Die Monogamie entstand, zumindest im Abendland, durch das römische Recht und die jüdische Seuchenmoral.

In der heutigen Zeit bilden Treue und Vertrauen jedoch für viele wichtige Tugenden einer funktionierenden Beziehung und geben den Partnern Halt und Kraft. In einer zunehmend hektischen und verunsicherten Welt suchen die Menschen in ihrer Familie und/oder Partnerschaft nach Halt und Sicherheit. Auch wenn der Monogamie aus biologischer Sicht kaum Nutzen zugesprochen werden kann, bildet sie für viele die Grundlage einer intakten Beziehung oder Ehe. Jeder der schon mal betrogen oder belogen wurde, weiß sehr wohl, wie schmerzhaft es sein kann, das Vertrauen zum Partner zu verlieren. Moral und Wertvorstellungen stützen das Ideal einer monogamen Beziehung und nicht umsonst stehen bei Beziehungsumfragen Ehrlichkeit und Treue stets an erster Stelle.

So müssen wir uns alle eingestehen, dass eine funktionierende Beziehung auch mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, die Liebe und die Leidenschaft aufrecht zu erhalten und eben nicht den Verlockungen des Alltags zu verfallen.

Wie viele Untersuchungen zeigen, hält der Zustand des Verliebtseins nicht länger als 3 Jahre. Danach entscheidet sich, ob die Liebe wirklich echt ist. Die Verbindung des Gefühls von Aufregung und Geborgenheit finden wir wohl nur in Zeiten des Verliebtseins. Ist die erste Verliebtheit vorbei, beruhigen sich unsere Hormone wieder und wir setzen die rosarote Brille ab. Jetzt wird zunehmend deutlich, ob der Partner auch ohne Hormonrausch noch die richtige Wahl darstellt. Auch wenn die Scheidungsrate in diesen Tagen sehr hoch ist, findet man doch auch heute noch unzählige Beispiele für Paare, deren Liebe niemals zu enden scheint und die Gedanken der Partner zwar frei, aber Untreue oder Fremdgehen niemals ernsthaft in Erwägung gezogen wird.

Was aber tun, wenn man sich unsicher ist, ob man seinem Partner noch vertrauen kann? Ob er es wirklich ernst mit einem meint?

Fast jeder kennt das stechende Gefühl, wenn der Partner hübschen Frauen hinter herschaut, oder die Ehefrau von ihrem netten neuen Kollegen erzählt. Eifersucht ist ganz normal und gehört zu jeder Liebesbeziehung. Dahinter steckt bei vielen die Angst, verlassen zu werden und den Partner zu verlieren. So scheint es Liebe ohne Eifersucht wohl kaum zu geben und in gewissem Maße ist sie, laut Meinung einiger Autoren, sogar positiv. Der Partner ist dadurch in der Lage zu sehen, wie wichtig er dem anderen ist und wie viel uns die Beziehung wert ist. Eifersucht kann die Beziehung aber auch gefährden, wenn sie zu stark wird und den anderen einengt.

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Dieses Sprichwort gibt es nicht umsonst. Aber ist die Eifersucht begründet, stellt sich doch die Frage, was zu unternehmen ist. Was tun, wenn Ihr/e Partner/in oft sehr spät nach Hause kommt und teils abenteuerliche, teils plausible Begründung für sein/ ihr spätes Erscheinen liefert. Was tun, wenn ihr Partner sie belügt? Wenn man wirklich Klarheit erhalten will, hilft oft nur das hinzuziehen einer professionellen Detektei.

Zudem muss man bedenken, dass es bei solchen Fällen ja nicht immer nur um verletzte Gefühle oder gekränkte Eitelkeiten geht, sondern oft auch Kinder mit betroffen sind und auch Fragen beispielsweise bezüglich des Sorgerecht geklärt werden müssen. Professionelle Ermittler sind hierbei in der Lage Beweise zu liefern, die auch vor Gericht verwertet werden können. Dies ist vor allen Dingen in Scheidungsfällen wichtig, wenn es beispielsweise um die Aufteilung des gemeinsamen Besitzes geht.

Organisierte Seitensprünge und Affären durch findige Internetanbieter scheinen es zeitweise notwendig zu machen, auch den Betrogenen ein Mittel zum Gegenschlag an die Hand zu geben, da sonst die Wahrheit wohl kaum ans Licht gelangen kann.

Trotzdem sollte man vorsichtig sein, denn nicht jede Eifersucht ist berechtigt. In einigen Fällen scheinen manche Partner eine geradezu krankhafte Kontrollsucht zu entwickeln. In diesem Falle sollte man sich auch professionelle Hilfe suchen, aber diesmal wohl eher im psychologischen Bereich.